China-Seminar für Betriebsräte

05. bis 08. März 2019, München

 

Betriebsräte sind in ihrer Praxis immer mehr mit China als einem der wichtigsten Absatzmärkte und Produktionsstandorte der europäischen Industrie konfrontiert. Verstärkt treten auch chinesische Investoren in Europa auf. Im ersten Halbjahr 2016 kauften sie 164 Unternehmen. Auf dem ersten Platz steht Deutschland mit 37 Akquisitionen, vor Frankreich mit 23 und Großbritannien mit 20. Die Entwicklungen in China inklusive der dortigen Arbeits- und Sozialbeziehungen beeinflussen die Unternehmenspraxis in Europa und die Arbeitsfelder der Betriebsräte. Auf diesem Seminar stehen die Wirtschafts- und Arbeitsbeziehungen sowie interkulturelle Aspekte auf der Tagesordnung. Vorgesehen ist auch ein Besuch bei KraussMaffei.

Seminarthemen:

  • Wie China als „Fabrik der Welt" die Arbeitsbedingungen weltweit beeinflusst
  • Chinas Aufstieg, Chinas Wirtschaftssystem und aktuelle Entwicklungsprobleme
  • Gesellschaft und politisches System: Stabilität und Herausforderungen
  • Die strategischen Ziele chinesischer Investoren in Deutschland
  • Erfahrungen mit China als globaler Investor
  • Managementstil und Kommunikation chinesischer Unternehmen
  • Arbeitsbeziehungen und Gewerkschaften in China: Erfahrungen mit der Zusammenarbeit
  • Kulturelle Unterschiede, die für die Betriebsratsarbeit von Bedeutung sind 

 

Wolfgang Müller hat für die IG Metall Bayern zunächst Siemens und anschließend die Auto- und Zulieferindustrie betreut. Zuvor war er Software-Entwickler bei US-Computerkonzernen. Er hat mehrere Jahre in Peking gelebt und steht in regelmäßigem Kontakt mit chinesischen Gewerkschaften. In den letzten Jahren hat er für die IG Metall ein Betriebsräte-Netzwerk in Unternehmen mit
chinesischen Investoren aufgebaut

 

Die China-Expertin Prof.in Dr.in Ulrike Reisach forscht seit Mitte der 1980er Jahre über deutsch-chinesische Wirtschaftszusammenarbeit und bereitet Fach- und Führungskräfte für Managementaufgaben im jeweils anderen Land vor. Seit 2008 lehrt sie an der Hochschule Neu-Ulm Interkulturelle Kommunikation,
Interkulturelles Management und Internationale Geschäftsverhandlungen. Sie verfasste eine Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung über strategische Interessen chinesischer Investoren in Deutschland.

 

Der EBR-Vorsitzende Thomas Herth wird über die Erfahrungen des schweizerischen Agrochemiekonzern Syngenta berichten. Das Unternehmen wurde 2016 vom Staatskonzern China National Chemical Corporation (Chem-China) übernommen.

 

Organisatorisches

Tagungsort:

Hotel Inselmühle

Tagungskosten:

€ 995,- zuzüglich Umsatzsteuer
Der Preis beinhaltet die Seminarteilnahme sowie die gesamte Verpflegung während des Seminars.

Übernachtungskosten:

€ 139,- pro Nacht inklusive Frühstück und Umsatzsteuer

 

 

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