EU-Arbeitsschutzrecht und psychische Belastungen in der Arbeitswelt

17. bis 19. September 2018, Hamburg

06. bis 08. Mai 2019, Kassel

 

Die Verhütung psychischer Arbeitsbelastungen in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt stellen eine zunehmende Herausforderung für Betriebsräte dar. Der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz ist stark durch EU-Recht geprägt.

In diesem Seminar werfen wir einen Blick über den deutschen „Tellerrand". Von der Planung einer Gefährdungsbeurteilung bis zu konkreten Maßnahmen lassen sich überall in der Europäischen Union Beispiele finden. Jedoch sind nicht nur die Beteiligungsrechte der Betriebsräte, sondern auch die Akteure im betrieblichen Arbeitsschutz sehr unterschiedlich. Das Unionsrecht verlangt in diesen Bereichen ein präventives und umfassendes betriebliches Arbeitsschutzkonzept.

Wie sehen die Erfahrungen anderer EU-Länder im Arbeitsschutz aus? Kann dies für die Situation in Deutschland nutzbar gemacht werden? Welche rechtlichen Voraussetzungen einer Zusammenarbeit gibt es und kann dies möglicherweise auch in einer EBRVereinbarung abgebildet werden?

 

Dr.in iur. Diana Haas
Seit 2017 Richterin am Verwaltungsgericht in Halle
Dissertation zur Prävention psychischer Arbeitsrisiken und zur
Gefährdungsbeurteilung im deutschen und spanischen Recht
www.nomos-shop.de/_assets/downloads/9783848724673_lese01.pdf

 

Sascha Stockhausen
Dipl.-Sozialökonom (HWP), Fachkraft für Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagementbeauftragter, Systemischer Coach (DBVC), Beisitzer in Einigungsstellen, Autor, Referent und Berater zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz, Schwerpunkt Gefährdungsbeurteilung

 

Seminarthemen:

  • Ziele und Hauptprinzipien der EU-Richtlinie zum Arbeitschutz
  • Beteiligungsrechte und das Verhältnis der allgemeinen zur spezialisierten Arbeitnehmervertretung, keine zwingend vorausgesetzte Mitbestimmung, was ist eine „ausgewogenen Beteiligung"?
  • Partizipation und Aufsicht: Vergleich zwischen ausgewählten EU-Ländern, von Beratung bis Sanktion
  • Arbeitsschutz und Europäischer Sozialer Dialog: Bedeutung im Gesetzgebungsverfahren, Beispiele: Stress, Gewalt
  • Umsetzung (jeweils mit ausgewählten Beispielen verschiedener EU-Länder): staatlich-normativ, Rolle der betrieblichen Akteure (Beispiele: wer macht was in anderen EU-Ländern)
  • Beratungsgremien (z. B. Arbeitsschutzausschuss), Funktion, Bedeutungswandel, Chancen
  • Kontrolle durch den Europäischen Gerichtshof mit ausgewählten Entscheidungen
  • Kollektivvertragliche Umsetzung mit Beispielen
  • Perspektiven für das deutsche Arbeitsschutzrecht
  • Handlungsfelder für EBR-Vereinbarungen, rechtliche Besonderheiten, praktische Umsetzung, Beispiele und Perspektiven

 

Das Thema der Gefährdungsbeurteilung bietet als Anwendungsfall viele Anknüpfungspunkte. In diesem Bereich gibt es interessante und anschauliche Beispiele aus anderen Mitgliedstaaten.

 

Organisatorisches

Tagungsort:

Ibis Hamburg Alster (Hamburg)

Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe (Kassel)

Tagungskosten:

€ 1.495 zzgl. Umsatzsteuer
Der Preis beinhaltet die Seminarteilnahme und die gesamte Verpflegung während des Seminars.

Übernachtungskosten:

€ 136 (Hamburg)

€ 122 (Kassel)

pro Nacht inkl. Frühstück und Umsatzsteuer

 

Anmeldeformular

 

 

 

 

 

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